PC zusammenbauen, Schritt für Schritt
Vom leeren Tisch bis zum eingerichteten Windows-11-PC: Jeder Handgriff zeigt dir, was du brauchst, was du prüfst und was du bei einem Problem tust.
Was diese Anleitung durchgeht
11 Kapitel, vom leeren Tisch bis zum ersten Start. Je nachdem, welche Teile du gekauft hast, lässt die Anleitung einzelne davon aus, die Wasserkühlung zum Beispiel.
- 1Vorbereiten
- 2Das Gehäuse
- 3Rückwand vorbereiten
- 4Das Mainboard bestücken
- 5Netzteil
- 6Das Mainboard einbauen
- 7Wasserkühlung
- 8Grafikkarte
- 9Datenträger
- 10Kabel
- 11Der erste Start
Bevor du anfängst
Das Handbuch deines Mainboards und deines Gehäuses gilt vor dieser Anleitung. Jedes Gehäuse ist anders gebaut, und nur dein Handbuch weiß, welche Schraube wohin gehört. Diese Anleitung zeigt die Reihenfolge und den Ort, nicht die Details.
Was diese Anleitung nicht sagt
Keine Drehmomente, keine Schraubengrößen, keine Angabe, wie fest etwas sitzen muss, und keine Mengenangabe für Wärmeleitpaste. Das steht im Handbuch des jeweiligen Teils, dort ist es verbindlich. Hier wäre es geraten, und geraten wird hier nichts.
Wie möchtest du bauen?
Beide Wege enthalten dieselben geprüften Handgriffe. Der Assistent zeigt immer nur das, was jetzt vor dir liegt.
Windows vorbereiten
Windows-11-Installationsstick vorbereiten
- 1.Nimm einen leeren USB-Stick mit mindestens 8 GB
- 2.Lade das Media Creation Tool ausschließlich bei Microsoft herunter
- 3.Wähle den USB-Stick im Tool aus und lass es vollständig durchlaufen
Erledigt, wenn
Der Stick heißt im Explorer wie ein Windows-Installationsmedium und enthält mehrere Ordner.
Stopp und prüfen
Der ausgewählte USB-Stick wird vollständig gelöscht. Prüfe den Laufwerksbuchstaben und sichere vorhandene Dateien vorher.
Vorbereiten
Platz und Werkzeug herrichten
- 1.Fester Tisch mit gutem Licht suchen
- 2.Einen Kreuzschlitzschraubendreher mittlerer Größe bereitlegen
- 3.Schale für Schrauben und bei Bedarf Klettbänder dazu
Erledigt, wenn
Du kannst das Gehäuse hinlegen und hast rundherum noch eine Armlänge Platz.
Dich selbst entladen
- 1.Vor dem ersten Bauteil die Hand auf blankes Metall am Gehäuse legen
- 2.Nach jedem Aufstehen wiederholen
- 3.Nicht auf Teppich und nicht im Wollpullover arbeiten
Erledigt, wenn
Du hast das blanke Gehäusemetall mit der ganzen Hand berührt und arbeitest nicht auf Teppich.
Stopp und prüfen
Eine Entladung, die du gar nicht spürst, kann ein Bauteil beschädigen. Du merkst davon nichts, auch später nicht, und genau das ist das Unangenehme daran.
Die Kartons aufreihen
- 1.Alle Kartons offen nebeneinander stellen
- 2.Noch nichts aus den Beuteln nehmen
- 3.Mainboardkarton freilegen, er wird die Arbeitsfläche
Erledigt, wenn
Vor dir stehen die Kartons für Gehäuse, Mainboard, Prozessor, Kühler, Speicher, Netzteil, Grafikkarte und Datenträger.
Das Gehäuse
Beide Seitenteile abnehmen
- 1.Schrauben an der Rückseite herausdrehen
- 2.Seitenteil erst nach hinten schieben, dann abnehmen
- 3.Beide Teile flach ablegen, wo niemand darauftritt
Erledigt, wenn
Von der einen Seite siehst du auf eine große Metallplatte, auf die später das Mainboard kommt. Von der anderen siehst du in den Raum dahinter, in dem die Kabel liegen werden.
Stopp und prüfen
Ist eine Seite aus Glas, halt sie beim letzten Dreh der Schraube fest. Sonst kippt sie vornüber.
Lage des Gehäuses merken
- 1.Front, Rückwand, Deckel und Netzteilkammer mit dem Finger zeigen
- 2.Merken, wo vorn und wo hinten ist
- 3.Wissen, wo Netzteil und Grafikkarte später sitzen
Erledigt, wenn
Du kannst ohne Nachdenken zeigen, wo das Netzteil hinkommt und an welcher Stelle die Grafikkarte hinten herausschaut.
Die Schraubentüte sortieren
- 1.Schraubentüte aus dem Gehäuse in die Schale kippen
- 2.Gleiche Schrauben nebeneinanderlegen
- 3.Jede Sorte mit Bild oder Tabelle im Gehäusehandbuch zuordnen
Erledigt, wenn
Jede verwendete Schraubensorte ist im Gehäuse- oder Bauteilhandbuch eindeutig abgebildet oder benannt.
Rückwand vorbereiten
Anschlussblende einsetzen
- 1.Rechteckiges Blech aus dem Mainboardkarton nehmen
- 2.Beschriftungen von außen richtig herum halten
- 3.Von innen in den Ausschnitt der Rückwand setzen
- 4.Vier Ecken andrücken, bis es klackt
Erledigt, wenn
Die Blende sitzt rundum bündig und lässt sich nicht mehr verschieben. Von außen liest du die Beschriftungen richtig herum.
Stopp und prüfen
Wenn du diesen Schritt vergisst, merkst du es erst, wenn das Mainboard verschraubt ist. Dann musst du es wieder ausbauen. Das ist der Fehler, der die meiste Zeit kostet, und jetzt kostet er dich eine Minute.
Abstandshalter: erst die Passprobe
- 1.Board im Beutel über die Metallplatte halten, ohne abzulegen
- 2.Prüfen, ob unter jedem Loch ein Abstandshalter steht
- 3.Prüfen, ob irgendwo ein Halter ohne Loch darüber steht
Erledigt, wenn
Du hast zwei Antworten: welche Abstandshalter fehlen und welche zu viel sind. Merk dir die Stellen oder schreib sie kurz auf.
Stopp und prüfen
Ein Abstandshalter an einer Stelle ohne Loch drückt von unten gegen die Platine. Das ist ein Kurzschluss. Der Rechner geht dann gar nicht erst an oder er geht kurz an und sofort wieder aus, und man sucht den Fehler überall, nur nicht unter dem Board.
Abstandshalter richtig setzen
- 1.Fehlende Abstandshalter von Hand eindrehen
- 2.Überzählige ganz herausdrehen
Erledigt, wenn
Unter jedem Loch des Boards steht ein Abstandshalter, und sonst steht keiner mehr.
Das Mainboard bestücken
Mainboard auf den Karton legen
- 1.Board nur an den Rändern anfassen
- 2.Auf den Karton legen, nicht auf Beutel oder Tisch
- 3.Antistatikbeutel nicht als Unterlage nutzen
Erledigt, wenn
Das Board liegt flach und stabil auf seinem Karton; der Beutel liegt beiseite und nichts drückt von unten gegen Bauteile.
Stopp und prüfen
Der Antistatikbeutel ist als Unterlage die schlechteste Wahl von allen, obwohl er die naheliegende ist. Seine Außenseite ist absichtlich leitfähig gemacht, damit er von außen abschirmt. Ein Board darauf liegt also auf einer leitenden Fläche.
Sockel öffnen
- 1.Hebel unter der Nase lösen und ganz hochklappen
- 2.Rahmen öffnet sich mit dem Hebel
- 3.Schutzkappe stecken lassen, Kontaktstifte nicht anfassen
Erledigt, wenn
Der Rahmen steht offen, und du siehst im Sockel ein Feld sehr feiner Kontaktstifte.
Stopp und prüfen
Fass die Kontaktstifte im Sockel unter keinen Umständen an und lass nichts darauffallen. Sie sind hauchdünn, und ein verbogener Stift ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen.
Prozessor einlegen
- 1.Prozessor nur an den Kanten anfassen
- 2.Dreieck auf Chip und Sockel suchen
- 3.Waagerecht halten, Dreieck auf Dreieck ausrichten
- 4.Loslassen, er fällt von allein hinein, nie drücken
Erledigt, wenn
Der Prozessor liegt flach im Rahmen und lässt sich nicht mehr verschieben. Er steht an keiner Kante über.
Stopp und prüfen
Wenn du drücken musst, liegt er falsch herum. Nimm ihn dann wieder heraus und dreh ihn, statt Kraft anzuwenden. Verbogene Kontakte sind der häufigste teure Fehler beim ersten Rechner.
Sockel schließen
- 1.Rahmen herunterklappen
- 2.Hebel unter die Nase drücken, bis er einrastet
- 3.Schwarze Schutzkappe aufheben
Erledigt, wenn
Der Hebel liegt wieder unter seiner Nase und steht nicht mehr ab. Der Rahmen liegt flach auf dem Prozessor.
Stopp und prüfen
Der Hebel braucht dabei spürbar Kraft, und das ist bei dieser Bauart normal. Sieh trotzdem noch einmal hin, ob der Prozessor wirklich flach liegt, bevor du drückst.
RAM-Klammern öffnen
- 1.Klammern neben den Speichersteckplätzen nach außen klappen
- 2.Manche Boards haben die Klammer nur auf einer Seite
Erledigt, wenn
Die Klammern stehen schräg nach außen und geben die Bank frei.
Die richtigen zwei Bänke abzählen
- 1.Bänke vom Prozessor weg abzählen
- 2.Meist zweite und vierte Bank, im Handbuch prüfen
- 3.Zwischen den beiden Riegeln bleibt eine Bank frei
Erledigt, wenn
Zwischen deinen beiden Riegeln bleibt eine Bank frei.
Speicherriegel einsetzen
- 1.Kerbe im Riegel über den Steg in der Bank legen
- 2.Riegel gerade aufsetzen
- 3.An beiden Enden gleichmäßig nach unten drücken
- 4.Klicken und senkrechte Klammern sind die Prüfung
Erledigt, wenn
Beide Klammern stehen wieder senkrecht, du hast ein Klicken gehört, und von der Kontaktleiste ist nichts mehr zu sehen. Schau von der Seite: der Riegel steht auf beiden Enden gleich hoch.
Stopp und prüfen
Nicht ganz eingerastete Riegel sind die häufigste Ursache dafür, dass ein fertig gebauter Rechner nicht startet. Er zeigt dann kein Bild, obwohl alle Lüfter laufen. Wenn du unsicher bist, drück lieber noch einmal.
M.2-SSD einbauen
- 1.Blech über dem M.2-Steckplatz abnehmen und Schraube oder Clip lösen
- 2.SSD schräg einschieben, flach drücken und sichern
- 3.Schutzfolie vom Wärmeleitpad an der Blechunterseite ziehen
- 4.Blech wieder aufschrauben
Erledigt, wenn
Die SSD liegt flach und federt nicht mehr hoch, wenn du sie loslässt.
Stopp und prüfen
Diese Schraube ist winzig. Halt deine Schale bereit; auf dem Boden eines Gehäuses findet man sie später kaum wieder.
Halterung des Kühlers montieren
- 1.Ab hier gilt das Handbuch deines Kühlers
- 2.Nur die Teile für deine Sockelbauart bereitlegen
- 3.Montagereihenfolge und Ausrichtung exakt aus dem Kühlerhandbuch übernehmen
Erledigt, wenn
Alle im Kühlerhandbuch gezeigten Halter sitzen in der richtigen Ausrichtung, gerade und ohne Spiel.
Wärmeleitpaste auftragen
- 1.Unterseite des Kühlers prüfen: liegt schon eine graue Fläche?
- 2.Wenn ja: nichts auftragen, nur eine Schutzfolie abziehen
- 3.Wenn nein: eine Portion in die Mitte des Prozessors, Menge laut Handbuch
Erledigt, wenn
Entweder ist die voraufgetragene Paste ohne Schutzfolie sichtbar oder die im Kühlerhandbuch genannte Menge liegt mittig auf dem Prozessor, niemals beides.
Stopp und prüfen
Klebt eine Schutzfolie über der bereits aufgetragenen Paste, zieh sie ab. Sie sieht aus wie eine Verpackung, und sie ist auch eine.
Luftkühler aufsetzen
- 1.Ausrichtung und Befestigung im Kühlerhandbuch prüfen
- 2.Kühler gerade aufsetzen und nicht über die Paste schieben
- 3.Nur so weit und in der Reihenfolge anziehen, wie das Handbuch es vorgibt
Erledigt, wenn
Der Kühler sitzt in der vorgesehenen Ausrichtung gleichmäßig und fest, genau wie es die Abschlusszeichnung seines Handbuchs zeigt.
Stopp und prüfen
Wenn du ihn nach dem Aufsetzen noch einmal abnimmst, muss die Paste neu. Setz ihn deshalb gleich richtig auf und schieb ihn nicht hin und her.
Lüfterkabel des Kühlers anstecken
- 1.Lüfterkabel an den Anschluss CPU_FAN stecken
- 2.Stecker hat eine Nase und passt nur in einer Lage
- 3.Nicht versehentlich in CPU_OPT oder SYS_FAN stecken
Erledigt, wenn
Der Stecker sitzt bis zum Anschlag, und du hast daneben CPU_FAN auf der Platine gelesen.
Stopp und prüfen
Nicht versehentlich in CPU_OPT oder SYS_FAN stecken. Viele Boards brechen den Start ab, wenn an CPU_FAN nichts hängt, und melden dann einen Lüfterfehler.
Netzteil
Kabel am Netzteil auswählen
- 1.Kabel am Netzteil anstecken, solange du überall herankommst
- 2.Breites 24er fürs Board und 8er für den Prozessor
- 3.Grafikkartenstrom und SATA nur anstecken, wenn du sie brauchst
- 4.Nur Kabel von deinem Netzteil, alles andere bleibt in der Tüte
Erledigt, wenn
Jedes angesteckte Kabel stammt aus dem Karton genau dieses Netzteils und ist an beiden Enden eindeutig nach Netzteilhandbuch zugeordnet.
Stopp und prüfen
Benutz ausschließlich die Kabel, die bei DEINEM Netzteil lagen. Auf der Netzteilseite sehen die Stecker verschiedener Hersteller gleich aus, die Belegung ist aber nicht einheitlich. Ein fremder Kabelsatz passt mechanisch und ist trotzdem falsch.
Netzteil einbauen
- 1.Netzteil in die untere Kammer schieben
- 2.Mit Bodengitter zeigt der Lüfter nach unten, ohne nach oben
- 3.Vier Schrauben an der Rückwand eindrehen
- 4.Netzteilgehäuse niemals öffnen
Erledigt, wenn
Alle vier Schrauben greifen, und die Buchse für das Stromkabel sitzt bündig im Ausschnitt der Rückwand.
Stopp und prüfen
Mach das Netzteil nicht auf und schraub sein Gehäuse nicht ab. Auch wenn kein Stromkabel mehr dransteckt, halten die Bauteile darin noch Ladung. Das ist die einzige Stelle im ganzen Aufbau, an der dir wirklich etwas passieren kann. Von außen ist ein Netzteil harmlos; innen hat nur jemand etwas zu suchen, der das beruflich macht. Ist eines beschädigt, geht es zurück und kommt nicht auf den Tisch.
Netzteilkabel nach hinten durchziehen
- 1.Angesteckte Kabel durch die Gummidurchführungen nach hinten ziehen
- 2.24er und 8er so legen, dass du sie später vorn brauchst
- 3.Abdeckung der Netzteilkammer wieder aufsetzen
Erledigt, wenn
Vorn im Gehäuse liegt kein loses Kabel mehr auf dem Boden.
Das Mainboard einbauen
Mainboard einsetzen
- 1.Anschlüsse zur Rückwand zeigen lassen
- 2.Zuerst die Anschlüsse in die Blende führen
- 3.Dann auf die Abstandshalter ablegen
- 4.Von außen prüfen: keine Blechzunge steckt in einer Buchse
Erledigt, wenn
Jedes Loch im Board liegt über einem Abstandshalter, und die Anschlüsse stehen sauber in den Öffnungen der Blende. Schau von außen: keine Blechzunge der Blende steckt in einer Buchse.
Stopp und prüfen
An der Blende sitzen federnde Blechzungen. Sie verhaken sich gern in den Netzwerk- und USB-Buchsen. Das siehst du nur von außen, und nur bevor du schraubst.
Mainboard verschrauben
- 1.Alle Schrauben erst locker ansetzen
- 2.Dann über Kreuz handfest anziehen
- 3.Nicht mit Gewalt, sonst wird die Platine krumm
Erledigt, wenn
Das Board liegt überall auf, es wippt an keiner Ecke, und keine Schraube steht schief.
Stopp und prüfen
Zieh nicht mit Gewalt an. Die Platine ist zwischen Schraube und Abstandshalter eingeklemmt, mehr Kraft macht die Verbindung nicht besser, sondern die Platine krumm.
Grafikkarte
Slotblenden herausnehmen
- 1.Grafikkarte danebenhalten und passende Blechstreifen finden
- 2.Streifen abschrauben oder nur die nötigen herausbrechen
- 3.Offene Schlitze müssen zu den Anschlüssen der Karte passen
Erledigt, wenn
Die offenen Schlitze liegen genau dort, wo gleich die Anschlüsse der Karte herausschauen sollen.
Stopp und prüfen
Bei manchen Gehäusen sind die Streifen nicht geschraubt, sondern müssen herausgebrochen werden. Die kommen dann nicht wieder. Brich nur die heraus, die du wirklich brauchst.
Grafikkarte einsetzen
- 1.Obersten langen Steckplatz wählen, nahe am Prozessor
- 2.Klammer am Steckplatz öffnen
- 3.Karte gerade einsetzen, Anschlüsse nach hinten durch die Schlitze
- 4.Gleichmäßig nach unten drücken, bis die Klammer klickt
Erledigt, wenn
Du hast ein Klicken gehört, die Klammer steht wieder in ihrer Ruhelage, und die Blende der Karte liegt bündig an der Rückwand. Von der Seite gesehen sitzt die Karte waagerecht und nicht schräg.
Stopp und prüfen
Der oberste lange Steckplatz ist nicht irgendeiner. Die weiter unten sind bei vielen Boards schwächer angebunden. Die Karte läuft dann trotzdem, nur langsamer, und man sucht die Ursache dafür sehr lange nicht an dieser Stelle.
Grafikkarte festschrauben
- 1.Schrauben der Slotblenden wieder eindrehen
- 2.Die Karte darf sich hinten nicht mehr anheben lassen
Erledigt, wenn
Die Karte lässt sich hinten nicht mehr anheben.
Kabel
Den 24-poligen Stecker anschließen
- 1.Breitesten Stecker an die lange Buchse am Boardrand setzen
- 2.Bügel zur Nase an der Buchse ausrichten
- 3.Gerade hineindrücken, bis der Bügel einrastet
Erledigt, wenn
Der Bügel hat über der Nase eingerastet, und zwischen Stecker und Buchse ist kein Spalt mehr zu sehen.
Stopp und prüfen
Dieser Stecker braucht spürbar mehr Kraft als alle anderen. Drück dabei auf die Mitte des Steckers und nicht auf die Kabel.
Den Prozessorstecker oben links anschließen
- 1.Achtpolige Buchse oben links am Board finden
- 2.Stecker mit Aufschrift CPU oder EPS wählen
- 3.Kabel hinter der Platte nach oben führen und einrasten
- 4.Nicht mit dem ähnlichen Grafikkartenkabel verwechseln
Erledigt, wenn
Der Stecker sitzt bis zum Anschlag, der Bügel hat eingerastet, und du hast CPU oder EPS auf dem Stecker gelesen.
Stopp und prüfen
Das Kabel für die Grafikkarte hat ebenfalls 8 Kontakte und sieht sehr ähnlich aus. Die Aufschrift auf dem Stecker entscheidet. Und noch etwas: dieser Stecker wird von allen am häufigsten vergessen. Ohne ihn geht gar nichts an, und es sieht aus, als wäre etwas kaputt.
Die Grafikkarte mit Strom versorgen
- 1.Passende Stecker vom Netzteil in die Buchsen der Karte stecken
- 2.Jeden Stecker gerade und gleichmäßig bis zur Verriegelung drücken
- 3.Rundherum prüfen: Stecker sitzt bündig und ohne sichtbare Lücke
Erledigt, wenn
Zieh danach leicht am Kabel: der Stecker bleibt sitzen. Zwischen Stecker und Buchse ist keine Lücke mehr zu sehen.
Stopp und prüfen
Steck jeden Stecker wirklich ganz hinein. Ein halb sitzender Stromstecker ist an dieser Stelle der unangenehmste Fehler im ganzen Aufbau. Und verwend keine Adapter oder Verlängerungen, die weder bei der Karte noch beim Netzteil lagen.
Den Block für die dünnen Kabel finden
- 1.Dünne Kabel mit POWER SW, RESET SW und LEDs suchen
- 2.Stiftblock am unteren Rand des Boards finden
- 3.Fehlenden Stift als Orientierung nutzen, Belegung im Handbuch nachschlagen
Erledigt, wenn
Du hast den Block gefunden: zwei kurze Reihen von Stiften, bei denen an einer Stelle ein Stift fehlt.
Die dünnen Kabel einzeln stecken
- 1.Einen Stecker nach dem anderen laut Handbuch stecken
- 2.Schalter POWER SW und RESET SW dürfen beliebig herum
- 3.Anzeigen haben Plus und Minus, farbige Ader ist meist Plus
- 4.Kein Stecker darf versetzt oder in der falschen Reihe sitzen
Erledigt, wenn
Alle Stecker sitzen ganz auf ihren Stiften, keiner steht um einen Stift versetzt, und keiner sitzt in der falschen Reihe.
Stopp und prüfen
Sitzt eine Anzeige falsch herum, bleibt sie beim ersten Start einfach dunkel. Dann ziehst du den Stecker ab, drehst ihn um und steckst ihn wieder auf. Der Einschalter selbst funktioniert in jeder Lage: wenn der Rechner nicht angeht, liegt es also nicht an der Polung.
USB und Audio der Front anschließen
- 1.Großen USB3-Stecker an USB3 oder USB 3.2 stecken
- 2.Neunkontakter an USB oder F_USB
- 3.Audio an HD AUDIO oder AAFP
- 4.USB und Audio nur an der Beschriftung unterscheiden, nicht an der Form
Erledigt, wenn
Neben jedem Stecker hast du die Aufschrift auf der Platine gelesen, und jeder sitzt bis zum Anschlag.
Stopp und prüfen
Der USB-Stecker mit 9 Kontakten und der Audiostecker sehen fast gleich aus, und beiden fehlt ein Kontakt an ähnlicher Stelle. Unterscheiden kannst du sie nur an der Beschriftung. Lies sie, bevor du drückst.
Gehäuselüfter anstecken
- 1.Einzelne Lüfterstecker an SYS_FAN oder CHA_FAN stecken
- 2.Verteiler dorthin stecken, wo seine Anleitung ihn haben will
Erledigt, wenn
Kein Lüfterkabel hängt mehr lose, und keines liegt in einem Lüfterblatt.
Kabel ordnen
- 1.Alles Unnötige hinter die große Metallplatte ziehen
- 2.Stränge flach bündeln, kein dickes Knäuel
- 3.Kein Kabel in Lüfterblättern, Seitenschrauben bleiben frei
- 4.Hinteres Seitenteil probeweise anlegen, bei Klemmen nicht zwingen
Erledigt, wenn
Das hintere Seitenteil lässt sich ohne Druck anlegen, und vorn liegt kein Kabel in einem Lüfter.
Stopp und prüfen
Wenn das Seitenteil nicht zugeht, zwing es nicht. Ein eingeklemmtes Kabel ist der Grund, warum es klemmt.
Der erste Start
Der letzte Blick vor dem Strom
- 1.Breiten 24er und oberen 8er Stromstecker prüfen
- 2.Stromstecker der Grafikkarte prüfen
- 3.Kühler oder Pumpe am richtigen Anschluss prüfen
- 4.Gehäuse vorsichtig kippen und auf Klappern hören
Erledigt, wenn
Es klappert nichts, und du hast alle vier Punkte wirklich angesehen und nicht nur gedacht, dass sie stimmen.
Stopp und prüfen
Eine lose Schraube im Gehäuse kann beim Einschalten irgendwo zwischen zwei Kontakten liegen. Deshalb wird gekippt und gehört, bevor Strom draufkommt.
Das erste Mal einschalten
- 1.Seitenteile noch ablassen
- 2.Stromkabel einstecken und Netzteilschalter auf I stellen
- 3.Bildschirm an die Grafikkarte anschließen, nicht ans Board
- 4.Einschalter drücken und beim ersten DDR5-Start mindestens drei Minuten warten
Erledigt, wenn
Die Lüfter drehen an und schließlich erscheint ein BIOS- oder Herstellerbild. Statusanzeigen durchlaufen ihre Prüfung und bleiben nicht dauerhaft bei CPU, DRAM oder VGA stehen.
Zumachen
- 1.Herunterfahren, Netzteilschalter auf 0, Stromkabel ziehen
- 2.Letzter Blick: kein Kabel liegt in einem Lüfter
- 3.Beide Seitenteile anlegen und festschrauben
Erledigt, wenn
Beide Seitenteile liegen ohne Druck an, und alle Schrauben greifen.
BIOS-Grundcheck
Im BIOS prüfen, ob alle Teile erkannt werden
- 1.Lies die angezeigte CPU und die vollständige Speichermenge ab
- 2.Prüfe System-SSD und UEFI-Startmodus
- 3.Prüfe, ob CPU-Lüfter oder Pumpe eine Drehzahl melden
- 4.Prüfe den Status von TPM 2.0 und Secure Boot für Windows 11
Erledigt, wenn
CPU, vollständiger RAM, System-SSD und Kühlung werden angezeigt; UEFI, TPM 2.0 und Secure Boot sind für Windows 11 verfügbar.
Stopp und prüfen
Lass Takt-, Spannungs- und Leistungswerte zunächst auf Standard. Menünamen unterscheiden sich; das Mainboardhandbuch entscheidet.
BIOS-Update
BIOS-Update prüfen oder überspringen
- 1.Vergleiche die installierte BIOS-Version mit der offiziellen Supportseite deines exakten Mainboards
- 2.Lies die Hinweise der neueren Versionen vollständig
- 3.Wähle Update nur, wenn Modell und Board-Revision zweifelsfrei stimmen
Erledigt, wenn
Du hast bewusst entschieden, ob du mit den stabilen aktuellen Einstellungen fortfährst oder das offizielle Update vorbereitest.
Stopp und prüfen
Eine falsche Firmware oder ein Stromausfall während des Schreibens kann das Mainboard unstartbar machen. Das Update ist optional.
BIOS-Datei sicher vorbereiten
- 1.Lade die Datei nur von der offiziellen Seite des exakten Modells und der richtigen Revision
- 2.Entpacke sie so, wie das Mainboardhandbuch es verlangt
- 3.Kopiere sie auf einen leeren, passend formatierten USB-Stick
- 4.Lies den Abschnitt zum eingebauten Flash-Werkzeug vollständig
Erledigt, wenn
Modell, Revision und Dateiname stimmen mit Handbuch und Supportseite überein.
Stopp und prüfen
Nutze keine Firmware eines ähnlich benannten Boards und kein fremdes Windows-Flashprogramm.
BIOS mit dem eingebauten Werkzeug aktualisieren
- 1.Starte das Flash-Werkzeug, das dein Mainboardhandbuch nennt
- 2.Wähle die zuvor geprüfte Datei
- 3.Bestätige den Vorgang einmal und berühre danach nichts
- 4.Warte auch durch automatische Neustarts bis wieder ein stabiles BIOS-Bild erscheint
Erledigt, wenn
Das BIOS startet wieder und zeigt die erwartete neue Versionsnummer; CPU, RAM, SSD und Kühlung werden weiterhin erkannt.
Stopp und prüfen
Während des Updates niemals ausschalten, zurücksetzen, den USB-Stick ziehen oder eine Steckdosenleiste betätigen.
Windows 11 installieren
Windows-Setup vom USB-Stick starten
- 1.Steck den Windows-Stick ein und starte den PC neu
- 2.Öffne mit der im Mainboardhandbuch genannten Taste das Bootmenü
- 3.Wähle den Eintrag des USB-Sticks, der mit UEFI beginnt
Erledigt, wenn
Das Windows-Setup zeigt die Auswahl für Sprache und Tastatur.
Stopp und prüfen
Ändere nicht dauerhaft die gesamte Bootreihenfolge, wenn das einmalige Bootmenü verfügbar ist.
Die richtige System-SSD auswählen
- 1.Vergleiche Modell und Kapazität mit deiner gekauften System-SSD
- 2.Wähle nur das Laufwerk, auf das Windows soll
- 3.Bei mehreren ähnlich großen Laufwerken: abbrechen und erst eindeutig zuordnen
Erledigt, wenn
Modell beziehungsweise Kapazität des ausgewählten Laufwerks passen zur vorgesehenen System-SSD.
Stopp und prüfen
Löschen oder Formatieren entfernt alle Daten des gewählten Laufwerks. Nie nur nach der Nummer ‚Datenträger 0‘ entscheiden.
Windows 11 installieren
- 1.Starte die Installation auf der geprüften System-SSD
- 2.Lass den PC mehrmals selbst neu starten
- 3.Zieh den USB-Stick erst ab, wenn das Setup nicht mehr davon startet oder dazu auffordert
Erledigt, wenn
Die Windows-Ersteinrichtung fragt nach Region, Tastatur oder Netzwerk statt erneut nach dem Installationsziel.
Stopp und prüfen
Während Kopieren und Einrichten nicht ausschalten. Nach einem Neustart nicht erneut eine zweite Installation beginnen.
Windows-Ersteinrichtung abschließen
- 1.Wähle Region, Tastatur und Netzwerk passend zu deinem Anschluss
- 2.Melde dich entsprechend der angezeigten Windows-Edition an
- 3.Lies Datenschutzschalter einzeln und entscheide bewusst
- 4.Warte bis der Desktop vollständig geladen ist
Erledigt, wenn
Der Windows-Desktop erscheint und Startmenü, Netzwerk und Einstellungen lassen sich öffnen.
Stopp und prüfen
Nutze keine inoffiziellen Befehle, um Konto-, TPM- oder Secure-Boot-Anforderungen zu umgehen.
Updates und Treiber
Windows Update vollständig durchlaufen lassen
- 1.Öffne Einstellungen → Windows Update und suche nach Updates
- 2.Installiere wichtige und empfohlene Updates
- 3.Starte neu und suche danach erneut
- 4.Wiederhole das, bis keine wichtigen Updates mehr angeboten werden
Erledigt, wenn
Nach einem Neustart meldet Windows Update keinen ausstehenden wichtigen Neustart mehr.
Chipsatz- und Mainboardtreiber prüfen
- 1.Prüfe zuerst die optionalen Treiber in Windows Update
- 2.Fehlt danach eine Funktion, nutze die offizielle Supportseite des Mainboards oder CPU-Herstellers
- 3.Installiere nur Treiber für dein exaktes Modell und Windows 11
Erledigt, wenn
Netzwerk, USB, Audio und Mainboardfunktionen arbeiten ohne Warnsymbol.
Stopp und prüfen
Keine Treiber-Sammelseiten und keine automatischen Drittanbieter-Treiberprogramme verwenden.
Offiziellen Grafiktreiber installieren
- 1.Lade den Treiber direkt bei NVIDIA, AMD oder Intel passend zu deiner Grafikkarte
- 2.Schließe laufende Programme und starte die Installation
- 3.Starte Windows danach neu
Erledigt, wenn
Die Grafikkarte wird im Geräte-Manager mit ihrem Modellnamen und ohne Warnsymbol angezeigt.
Stopp und prüfen
Der Mainboard-Bildausgang ist bei einer eingebauten Grafikkarte nicht automatisch der richtige Anschluss für den Bildschirm.
Geräte-Manager und Grundfunktionen prüfen
- 1.Öffne den Geräte-Manager und suche nach gelben Warnsymbolen
- 2.Teste Netzwerk, Audio und alle angeschlossenen Bildschirme
- 3.Stell in den Anzeigeeinstellungen die vorgesehene Bildwiederholrate ein
Erledigt, wenn
Es gibt keine unbekannten Geräte; Netzwerk, Ton und Bildschirme funktionieren.
Aktivierung und Wiederherstellung sichern
- 1.Prüfe unter System → Aktivierung, ob Windows aktiviert ist
- 2.Falls Geräteverschlüsselung oder BitLocker aktiv ist, sichere den Wiederherstellungsschlüssel
- 3.Bewahre den Schlüssel getrennt vom PC auf
Erledigt, wenn
Windows ist aktiviert und ein vorhandener Wiederherstellungsschlüssel liegt an einem zweiten sicheren Ort.
Stopp und prüfen
Ein Wiederherstellungsschlüssel nur auf dem verschlüsselten PC hilft nicht, wenn dieser nicht mehr startet.
Sicher optimieren
Optionale Optimierung wählen
- 1.Der PC ist bereits vollständig einsatzbereit
- 2.Optimiere nur, wenn du Warnungen und Rückweg verstanden hast
- 3.Ändere immer nur eine Einstellung und prüfe danach die Stabilität
Erledigt, wenn
Du hast bewusst Standardwerte behalten oder die sichere Optimierungsrunde gewählt.
Stopp und prüfen
XMP und EXPO sind Speicher-Overclocking. Das kann Stabilität und Garantiebedingungen beeinflussen.
XMP oder EXPO optional aktivieren
- 1.Notiere zuerst die aktuelle BIOS-Einstellung
- 2.Wähle nur ein vom Mainboard und Speicher unterstütztes XMP- oder EXPO-Profil
- 3.Speichere und warte beim nächsten Start erneut auf mögliches Speichertraining
Erledigt, wenn
Windows startet stabil und zeigt die erwartete Speichermenge; ein Stabilitätstest läuft ohne Fehler.
Stopp und prüfen
Startet der PC nicht stabil, lade die Standardwerte oder setze CMOS exakt nach Mainboardhandbuch zurück.
Resizable BAR nur bei Unterstützung prüfen
- 1.Prüfe die Unterstützung bei Mainboard, CPU und Grafikkarte
- 2.Lass die Einstellung auf Auto, wenn das Handbuch nichts anderes verlangt
- 3.Ändere keine CSM- oder Boot-Einstellung ohne dokumentierten Grund
Erledigt, wenn
Der Grafiktreiber meldet Resizable BAR als aktiv und Windows startet unverändert stabil.
Stopp und prüfen
Fehlt die Unterstützung eines beteiligten Teils, bleibt die Einstellung unverändert.
Ein dokumentiertes Lüfterprofil wählen
- 1.Nutze zuerst ein Herstellerprofil wie Standard oder Leise
- 2.Ordne CPU-Lüfter, Pumpe und Gehäuselüfter nur den richtigen Anschlüssen zu
- 3.Prüfe danach im Leerlauf und unter Last Geräusch und Temperaturanzeige
Erledigt, wenn
Alle Lüfter drehen zuverlässig an; es gibt keine Temperaturwarnung und kein störendes Hoch- und Herunterdrehen.
Stopp und prüfen
Für Pumpen gelten andere Regeln als für Lüfter. Für die Steuerung gilt ausschließlich das Kühlerhandbuch.
Stabilität vor und nach der Optimierung vergleichen
- 1.Miss zuerst den stabilen Ausgangszustand im Performance Hub
- 2.Ändere nur eine Option und miss erneut
- 3.Bei Absturz, Fehler oder ungewöhnlicher Temperatur sofort zur letzten stabilen Einstellung zurück
Erledigt, wenn
Der PC besteht die gleiche Prüfung ohne Fehler; Leistung oder Lautstärke haben sich nachvollziehbar verbessert.
Stopp und prüfen
Keine manuellen Spannungen, Taktraten, PBO-, Undervolting-, Debloat- oder Registry-Eingriffe in dieser Anleitung.
Fertig
Dein PC ist fertig eingerichtet
- 1.Hardware, BIOS, Windows und Treiber sind geprüft
- 2.Dein stabiler Stand ist dokumentiert
- 3.Bewahre Handbücher, übrige Schrauben und Garantien zusammen auf
Erledigt, wenn
Der PC startet zuverlässig, zeigt Bild, hat Netzwerk und Ton und arbeitet ohne Warnsymbol.
Passende nächste Schritte
Plane fehlende Teile, lies die technischen Hintergründe oder prüfe den fertigen PC.